Dextrin
Ingetecsa hat eine Reihe von Reaktoren, Trocknern, Röstern und Stromkühlern für einen vollständigen Dextrinisierungsprozess auf Basis eines Weißdextrins im Programm. Die Dextrintrocknung stellt dabei einen entscheidenden Schritt zur Einstellung definierter Produkteigenschaften dar.
Ein Dextrin ist eine depolymerisierte Stärke. Durch Auftrennen der Kettenstruktur der Stärke ändert sich ihre Funktion. Zur Herstellung eines Dextrins ist grundsätzlich jede Stärkequelle geeignet, z. B. Mais, Weizen, Tapioka, Kartoffeln, Erbsen etc. Anders als Stärke können Dextrine weiß, gelb oder braun sein. Sie alle sind teilweise oder vollständig wasserlöslich. Außerdem sind sie meist weniger viskos als die Stärke, aus der sie gewonnen werden. Sie werden chemisch, thermisch oder durch eine Kombination beider Verfahren modifiziert.
Dextrine haben unterschiedliche Einsatzbereiche. So gehört zweifelsohne die Papierindustrie zu den Hauptanwendern von Dextrinen für Klebstoffe und Beschichtungen. Die Chemie- und mineralverarbeitende Industrie verwendet vor allem Gelbdextrine (kanarische Dextrine) und Braundextrine.

Die Lebensmittelindustrie setzt vor allem Weißdextrine und einige Gelbdextrine ein. Die verwendeten Mengen sind zwar noch bescheiden, aber die Bandbreite der Anwendungen ist groß und wächst weiter.
Pyrodextrine
Pyrodextrine gliedern sich in drei Gruppen: Weißdextrine, Gelbdextrine (auch als kanarische Dextrine bezeichnet) und British Gums.
Stärkedextrine werden durch thermische Behandlung trockener Stärke hergestellt und werden häufig auch als Pyrodextrine bezeichnet. Die sogenannte Pyrokonversion basiert auf der Wärmebehandlung von trockener Stärke, mit oder ohne Zusatz von Säure. Durch diesen Prozess verändern sich Löslichkeit, Viskosität und funktionelle Eigenschaften der Stärke gezielt.

